12. September 2026
Lesekompetenz: Was im Unterricht möglich ist, wenn man Prioritäten setzt

Es braucht Lehrer und Lehrerinnen, die eine Leidenschaft fürs Lesen haben

Dieser Beitrag wurde bereits anlässlich der PISA-Erhebung 2022 im Condorcet-Blog veröffentlicht. Wir schalten ihn hier noch einmaö auf, weil er nichts von seiner Aktualität verloren hat. Die Veröffentlichung der aktuellen PISA-Resultate, die – wieder einmal – offengelegt hat, dass nun sogar 28% unserer Schülerinnen und Schüler nach der obligatorischen Schulzeit einfachste Texte nicht verstehen kann, hat eine Flut von Artikeln und Kommentaren ausgelöst. Gefragt sind dabei vor allem Einschätzungen von Bildungsforschern, Journalistinnen, PH-Dozenten oder Verbandsfunktionären. Höchste Zeit, einmal eine Person aus der Praxis zu Worte kommen zu lassen. Yasemin Dinekli, Redaktionsmitglied und Präsidentin des Condorcet-Trägervereins, hat sich mit der ehemaligen Schulleiterin aus Biel, Ruth Wiederkehr, unterhalten. Ruth Wiederkehr arbeitete bis Sommer 23 im Oberstufenzentrum Mett-Bözingen in Biel. In dieser Schule sitzen Real- und Sekundarschüler und Schülerinnen ausser in den Niveau-Fächern in derselben Klasse. Im Deutschunterricht bleiben sie zusammen. Diese Schule zeigt, dass man dieser Entwicklung auch unter schwierigen Umständen – der Migrantionsanteil beträgt 80% – mit Unterricht entgegenhalten kann. Es braucht Fachwissen und den Mut Prioritäten zu setzen.

Wohin mit der Exzellenz?

Sollte man vielleicht sein Diplom gegen eine Packung Butter eintauschen?

BFB ist ein eigenständiger Youtube-Kanal mit 9’300 Abonnenten. Wir konnten den Betreiber dieses Kanals auch mithilfe von KI nicht ausfindig machen. Deshalb haben wir – ebenfalls mit KI – alle Aussagen geprüft, insbesondere diejenige über die Cambridge-Professorin Farah Ahmed. Alle in diesem Video getätigten Aussagen sind belegt. Diese Kolumne ist zwar gespickt mit ironischen Zuspitzungen und daher sehr unterhaltsam, aber die Aussagen wurden von uns geprüft. Sie belegen eine bedenkliche Entwicklung innerhalb der anglosächsischen Spitzenuniversitäten, die wir ja auch teilweise in der Schweiz und Europa beobachten können. Deshalb hat die Redaktion beschlossen, dieses Video in seinem Blog zu veröffentlichen.

Ranking

Welche Fächer bei Schülern besonders gut ankommen, welche durchfallen (und warum Mathematik aus der Reihe tanzt)

Sport vor Kunst und Englisch, Chemie und Physik ganz hinten: Eine große Befragung der Universität Osnabrück zeigt, wie unterschiedlich Schülerinnen und Schüler ihre Unterrichtsfächer erleben. Bemerkenswerter als die Rangliste ist allerdings, was sich dahinter verbirgt. Fast alle Fächer verlieren während der Sekundarstufe I an Beliebtheit, bei Physik und Chemie ist der Absturz besonders deutlich. Zugleich hängen die Bewertungen mit Geschlecht, Schulform und Bildungsherkunft zusammen. Und ausgerechnet Mathematik schafft es, gleichzeitig zu den meistgenannten Lieblings- und Unlieblingsfächern zu gehören. Der Beitrag ist zuerst auf der Lehrerbildungsplattform “News4teachers” erschienen.

Pisa-Bilanz der Schweiz:

Stark, aber nicht stark genug

In der neuen Pisa-Bildungsstudie schneiden Schülerinnen und Schüler in der Schweiz international gesehen gut ab. Aber: Sie werden – wie Jugendliche überall auf der Welt – immer schlechter im Lesen und Rechnen. Dieser Beitrag ist zuerst in der NZZ erschienen.

Starke Volksschule Zürich - Newsletter

Die Ressourcen sind es nicht… 

Der Ruf nach “mehr Ressourcen” ist zur faulen Ausrede geworden, um davon abzulenken, dass die fatalen Schulreformen der letzten dreissig Jahre unsere einst gute Volksschule an die Wand gefahren haben. In diesem Sinne der pädagogische Zeigefinger von Carl Bossard, den wir an den Anfang unserer Textsammlung stellen. Er erinnert auch daran, dass es am Geld nicht liegen kann, geben wir doch für die Bildung mehr aus als die meisten anderen Länder: “Geld allein garantiert noch keine gute Schule.” 

Wissen vermitteln oder Verhalten verändern?

Éducation21 und die Grenzen der politischen Bildung – Der Beutelsbacher Konsens als Prüfstein

Als Reaktion auf den Beitrag «Ein Verband plädiert auf unschuldig – und will mehr Geld» vertieft der Condorcet-Autor Philipp Loretz einen Aspekt, der in der bildungspolitischen Debatte zunehmend an Bedeutung gewinnt: die politische und weltanschauliche (Un-)Ausgewogenheit von Unterrichtsmaterialien. Dabei geht es nicht darum, kontroverse gesellschaftliche Themen aus der Schule auszuklammern. Entscheidend ist vielmehr, sie so zu behandeln, dass Lernende unterschiedliche Perspektiven kennenlernen und sich ein eigenes Urteil bilden können.

Zeitgemässe Betrachtung über die schulische Selektion

Viele Wege führen ins Leben

Kinder sind verschieden. Sie lernen und entwickeln sich unterschiedlich. Bildungsgerechtigkeit sucht deshalb nicht gleiche Wege für alle – sie beginnt mit der Anerkennung dieser Verschiedenheit. Doch die Selektion nach der Primarschule soll zunehmend abgeschafft werden. Ist das tatsächlich gerechter?, fragt Condorcet-Autor Carl Bossard.