20. April 2026
Frustrated student at a cluttered desk as a teacher shows an F, with a crossed-out Eiffel Tower and a Swiss flag in the background; two kids walk away with backpacks.
Die Standortbestimmung zum Frühfranzösisch im Kanton Baselland

Interface: Man spürt die Praxisferne der Autorinnen und Autoren

Die Studie – Entschuldigung, wir meinen natürlich die Standortbestimmung – zum Frühfranzösisch -wurde von der Bildungsdirektion des Kantons Baselland in Auftrag gegeben. Sie kostete 200’000 Fr. ! Urheber dieser Standortbestimmung ist die famose Firma Interface, die bereits die Berufsbildungsreform verbrochen hat. Eine Zusammenfassung liegt vor, die ganze Studie, obwohl bereits im Dezember 2025 vorgestellt, bleibt unter Verschluss. Man wolle noch nachjiustieren! Das sei auch nötig, meint Condorcet-Autor Felix Schmutz, der die Zusammenfassung studiert hat.

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Eine taugliche Lehrerbildung ist keine “Mission impossible”

Es sei eine “Mission impossible”, dass die Studenten an der Pädagogischen Hochschule das lernen, was sie für den Lehrerberuf brauchen, meint Thomas Minder, Präsident des Schweizer Schulleiterverbands: “Die Lehrerinnen und Lehrer sollten gut sein in Mathematik, müssen Sprachen können, Informatik beherrschen, ihren Aufgaben sozial und emotional gewachsen sowie kommunikativ sein und vieles mehr.” Eine unlösbare Aufgabe? In Wirklichkeit nennt Schulleiter Minder hier nichts anderes als die unverzichtbaren Fähigkeiten einer Volksschullehrerin. Auftrag der PH ist es, den jungen Leuten das erforderliche fachliche Rüstzeug zu vermitteln und sie mit pädagogisch-praktischer Anleitung durch erfahrene Lehrer in den anspruchsvollen Berufsalltag einzuführen.

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Standortbericht, der noch gar nicht veröffentlicht sein darf

Frühfranzösisch gescheitert: Standortbericht erteilt Lehrpersonen die «Arschkarte»

Die Situation der Frühfranzösisch-Promotoren ist verzweifelt. Was macht man, um sich aus dieser Lage herauszumanövrieren? Richtig, man gibt eine Studie in Auftrag. Was aber macht man, wenn die Ergebnisse dieser Studie ziemlich dünn und widersprüchlich sind? Richtig, man hält sie unter Verschluss. Aber leider gibt es da eine gekürzte Version, die der Starken Schule beider Basel (SBbB) seit längerer Zeit vorliegt. Vorstandsmitglied Jürg Wiedemann hat dazu auf der Website der SSbB den folgenden kritischen Artikel publiziert.

Die Krise der Universität

Massifizierung, Ideologie und Sinnverlust

Die Universität befindet sich heute in einer vielschichtigen Krise: einer Krise der Legitimität, der Identität und der Zielsetzung. Obwohl sie weiterhin über erhebliche öffentliche Mittel verfügt, erscheint ihre grundlegende Aufgabe zunehmend unklar. Dieses Unbehagen ist kein vorübergehendes Phänomen, sondern das Ergebnis tiefgreifender struktureller Veränderungen. Aus einem elitären Modell, das auf Exzellenz und kritische Wissensvermittlung ausgerichtet war, ist eine Masseninstitution geworden, die von administrativen, bürokratischen und mitunter auch ideologischen Einflüssen geprägt ist, schreibt der Ökonomieprofessor Karl-Friedrich Israel in einem Denkanstoss, der zuerst auf der Online-Plattform des Liberalen Instituts Zürich erschienen ist.

DENKMOMENT

Die Bildungsschere – oder: Ist das Schulsystem in Deutschland unfair?

Der Schulerfolg von Kindern hängt von ihrer sozialen Herkunft ab. Wer in einem privilegierten Milieu aufwächst, bleibt im Vorteil. Gegenüber Kindern aus benachteiligten Familien zeigen sich die Leistungsunterschiede in Deutsch und Mathematik deutlich, was auch die Pisa-Ergebnisse bei 15-Jährigen belegen. Bemerkenswert ist, dass sich der Abstand in den Kompetenzen während der gesamten Schulzeit und unabhängig der verschiedenen Schichten fast nicht verändert. Wir bringen einen Beitrag des Condorcet-Autoren Niklaus Gerber.

Ich will, ich will, ich will

Free

You’re free to do what you want to do. Jaja. Aber etwas sein oder werden zu wollen, ohne sich um die dafür erforderlichen Anforderungen zu scheren, ist nicht Ausdruck von verantwortungsbewusster Freiheit, sondern entspricht kleinkindlichen Trotzphasen, meint Roger von Wartburg. Das hindert Literatur-Studierende nicht daran, nicht lesen zu wollen. Kein Aprilscherz.

Nachteilsausgleich im Fokus

Zwischen Anspruch und Machbarkeit

LVB-Präsident Philipp Loretz warnt davor, dass das Instrument des Nachteilsausgleichs von überambitionierten Eltern in einen «Vorteilsanspruch» zugunsten ihrer Kinder umgedeutet wird. Er verlangt solide Daten zu Häufigkeit und Art der Diagnosen, transparente Kriterien, eine einheitliche Vergabepraxis und umsetzbare Massnahmen.